Nicht nur was mir so vorschwebt...
 



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Veganismus

Hallo Zusammen,

heute möchte ich von meinen Erfahrungen aus einer Woche vegan berichten.
Letzte Woche musste ich mich aufgrund eines Projektseminars vegan ernähren, bzw. allgemein den Lifestyle etwas testen.
In dieser Woche kochte ich vegan, backte vegan, ernährte mich vegan und stellte eine vegane Körperbutter her. Außerdem machte ich mit meiner Projektgruppe noch eine Marktforschung.

Vegan zu sein scheint ja DER neue Trend zu sein. Aus diesem Grund sagten wir "Gut, dann testen wir das!". Die vegane Ernährung spielt eine große Rolle beim Veganen Leben. Wir halfen uns mit Ersatzprodukte wie Sojamilch, Sojabutter und Sojajoghurt. Man kann vieles ersetzen durch Soja. Soja ist dem Geschmack milchhaltiger Produkte sehr ähnlich. Vieles kann man auch durch eine obst- und gemüselastige Ernährung ausgleichen. Natürlich probierten wir auch vegane Wurst und veganen Käse, sowie Frischkäse. Ich muss sagen außer dem veganen Käse fand ich nichts wirklich berauschend. Den Käse den wir hatten war von "Bedda", der Kräuterkäse. Der "Käse" selbst ist recht neutral, allerdings schmeckt es mit den Kräutern wirklich gut und kommt einem echten Käse doch sehr nahe.


Das vegane Kochen war recht unkompliziert. Wir entschieden uns für eine Gemüsereispfanne. Dazu brieten wir verschiedenes Gemüse an (Brokkoli, Paprika, Karotte, Zwiebel, Frühlingszwiebel und Pilze). Um etwas Soße zu erhalten mischten wir mit dem Bratwasser des Gemüses etwas Sojasahne und Tomatenmark. Zum Abschmecken benutzten wir Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, verschiedene Kräuter und Knoblauch. Das Essen war wirklich simpel, aber echt lecker.



 Zum Nachtisch gab es veganen Milchreis mit Apfelmus. Auch dies war unkompliziert. Wir machten den Milchreis wie auf der Packung beschrieben, nur dass wir statt Milch Sojamilch hinzugaben. Der Milchreis schmeckte fast genauso wie normaler Milchreis, nur dass es etwas cremiger war.


Auch der Kuchen kam ohne Ei und Milch aus, dafür halt mit etwas Sojamilch und Öl. Der Kuchen war echt genial und man merkte keinen Unterschied.

Zur Herstellung der Körperbutter benutzten wir Mandelöl, Kokosöl und Kakaobutter. (Verhältnis 1:2:1) Das Ergebnis riecht sehr gut und ist den Zutaten zu folge sehr ölig. Überraschenderweise zieht es sehr schnell und gut ein. Die einzige Problematik, die sich bei der Körperbutter ergibt, ist dass die Lagerung recht schwierig ist. Die Körperbutter darf nicht zu kühl gelagert werden, allerdings darf sie auch nicht zu warm werden, da sie dann zu flüssig wird.

Allgemein gibt es viele Vorteile vegan zu sein. Hier einmal eine Auswahl dazu.
Es werden keine Tiere getötet oder misshandelt. Das Tierrecht besagt, dass Tiere ein Recht auf Leidensfreiheit haben.
Es gibt auch ohne tierische Produkte genügend Nahrungsmittel. Man könnte damit theoretisch sogar ein Vielfaches der Menschheit ernähren.
 Die Tierhaltung ist die Hauptursache für den Treibhauseffekt und fördert das Waldsterben. 
 Gülle schädigt nachweislich das Grundwasser.
Ganze Ökosysteme werden für Tierhaltung zerstört.
Man kann mit Veganismus verschiedenen Krebserkrankungen und Herzerkrankungen vorbeugen.
Weniger bis keine Probleme mit dem Cholesterinwert.
Linderungen von Hautkrankheiten sind mit Veganismus möglich
 Im Schnitt sogar preiswerter. (Nicht unbedingt auf den Einzelfall bezogen!)
Nüchtern betrachtet ist das Essen von Tierprodukten nichts anderes als das Essen von Tierleichen, Vogelmenstruationsprodukten und Drüsensekreten.

Gegen  eine vegane Ernährung spricht für mich nur der B12-, Jod- und Eisenmangel. Wobei auch hier mit Nahrungsergänzungsmitteln nachgeholfen werden kann. Natürlich braucht man ein Hohesmaß an Selbstdisziplin. Auch der Restaurantbesuch ist noch etwas erschwert, allerdings wächst das Angebot vor allem in größeren Städten sehr.

Letztendlich bin ich weder für noch gegen Veganismus. Das Einzige, dass ich allen ans Herz legen möchte ist: Achtet darauf, dass eure Produkte möglichst regional sind und achtet auf die Tierhaltung. Was dies nicht nur mit den Tieren macht wird gut im Film Food Inc. veranschaulicht.

Ich hab für mich ein Fazit aus dieser Woche gezogen. Ich werde nicht komplett auf Tierprodukte verzichten, allerdings werde ich noch mehr drauf achten, woher meine Produkte kommen, was für Inhaltsstoffe sie enthalten und vor allem auch bei Fleisch, dass es nicht aus einer Massenproduktion stammt. Letztendlich wird sich für mich damit nicht so übermäßig viel ändern, da ich hauptsächlich regionale Bioprodukte esse und eh nur wenig Fleisch konsumiere.

Vielleicht konnte ich den einen oder anderen zum Nachdenken bewegen.

Liebe Grüße
Impressions of Life
8.5.16 00:03


Meine Krankheit

Hallo Zusammen,

da es mir in letzter Zeit nicht so gut geht, möchte ich einmal von "meiner Krankheit" erzählen.
Ich muss sagen "Krankheit" ist ein sehr großer Begriff. Ich habe durchaus keine schlimme Krankheit, aber eine sehr belastende.

Ich bin Migränepatient seit ich ungefähr 13 Jahre alt bin.

Migräne ist eine sehr starke stechende Form von Kopfschmerzen. Meist tritt der Schmerz unvermittelt auf. Die Migräne wird meist von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und  Lärmempfindlichkeit oder Appetitlosigkeit begleitet. Es gibt viele Formen der Migräne. Ein Großteil der Menschen erlebt die Migräne ohne Aura.  Bei einer Aura gehen den Kopfschmerzen Symptome wie Sehstörungen, Kribbelgefühle bis hin zu Lähmungen und Schwindelanfälle voraus.
 Alles begann mit starken stechenden Kopfschmerzen und der Empfehlung des Arztes das ganze neurologisch abklären zu lassen, da es in meiner Familie Fälle von Migräne, aber auch einen Fall von einem Hirntumor gab. Es gab viele Untersuchungen mit Lichteffekten, ein MRT und ein EEG. Heraus kam, dass ich Migräne habe. Dies war natürlich erst einmal eine Erleichterung, allerdings hatte ich mit 13 Jahren noch keinerlei Vorstellungen, was alles auf mich zukommen kann.

So nun hatte ich also die Diagnose Migräne. Also starke Kopfschmerzen. Leider konnte das Schicksal es nicht bei diesem Punkt belassen. Ich habe Migräne mit Aura. Somit gehör ich zu den 10-15% der Migränepatienten, die mit weiteren Symptomen zu kämpfen haben.

Jede Migräneattacke beginnt bei mir mit Flimmern, Bildausfällen und Blitzen. Richtig beschreiben lässt sich das Ganze nicht wirklich, bzw. kann ich das "Gesehene" nicht wirklich beschreiben (abgesehen von den Blitzen und dem Flimmern). Meist fängt es mit einem unguten Gefühl an, bei dem ich bemerk, dass ich einfach nicht richtig sehe. Ich habe das Gefühl Teile des Bildes fehlen, allerdings sind sie bei genauem Hinsehen vorhanden. Die Sehstörungen wechseln bei mir während der Aura. Nach den Bildausfällen, kommt es meist zu einem zackenhaften Flimmern.
Für Personen, die das noch nie erlebt haben ist es vermutlich nur sehr schwer vorstellbar und vor allem auch sehr schwer nachvollziehbar, dass es zu einer starken psychischen Belastung kommt. Meine Sehstörungen enden meistens nach ungefähr einer halben Stunde. Die Sehstörungen sind meistens beschränkt auf eine Seite des Sichtfeldes. Der Kopfschmerz setzt dann meist auf der entgegengesetzten Seite nach den Sehstörungen ein.

Ich hatte nun schon zwei Mal den Fall, dass die Sehstörungen länger als die bekannte halbe Stunde angehalten haben (einmal sogar 4 Stunden). Nach circa einer Stunde fang ich an durchzudrehen und in Panik auszubrechen, da ich das von mir nicht kenne.

Damit aber nicht genug. Ich habe leider seit nun circa 2 Jahren auch noch Kribbelgefühle, bis hin zu kurzzeitigen Lähmungen hinzubekommen.
Es fängt an zu kribbeln und man merkt irgendwas stimmt nicht, es kribbelt im Gesicht, an der Lippe, auf der Zunge. Eine Hand wird taub, ganz langsam von den Fingerspitzen an. Der Albtraum beginnt.
Die Finger fühlen sich an wie eingeschlafen, eiskalt, dick und taub. Nur schwerfällig lassen sie sich bewegen oder abknicken. Ich kann nichts mehr festhalten, denn ich habe kein Gefühl mehr dafür. Die Taubheit krabbelt langsam nach oben Richtung Ellenbogen. Es fängt an zu stechen, wie tausend Nadeln. Langsam lässt die Taubheit wieder nach, genauso wie sie gekommen ist. Meist ist der Spuk nach circa 20 Minuten vorbei, bzw. ging dies bis jetzt zum Glück noch nicht länger, da die Ärzte raten nach 30 Minuten ein Krankenhaus aufzusuchen.

Für mich ist nicht nur der Schmerz schlimm, gerade das Gefühl keine Kontrolle mehr über sich zu haben. Schlecht zu sehen, sich nicht normal bewegen können und gleichzeitig nicht in Panik auszubrechen ist eine enorme Belastung für mich. Früher hatte ich maximal 4 Migräneanfälle im Jahr. Seit nun einem Jahr sind es deutlich mehr geworden. Allein schon dieses Jahr waren es über 10 Anfälle. Leider werden die Anfälle immer stärker. Erst seit einer homöopathischen Behandlung sind zumindest die Taubheitsgefühle besser geworden.



Ich möchte kein Mitleid bekommen. Ich wollte nur einen kleinen Einblick geben, um Leute zu motivieren darüber zu reden. Selbst "harmlos" wirkende Krankheiten können durchaus belastbar sein und müssen nicht kleingeredet werden. Ich weiß, dass Migräne oft als Ausrede verwendet wird und heruntergespielt wird und genau deswegen finde ich es umso wichtiger den Menschen zu zeigen, was wirklich dahinter steckt.

Auf hoffentlich kopfschmerzfreie Tage!
Liebe Grüße
Impressions of life

1.5.16 20:32


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