Nicht nur was mir so vorschwebt...
 



Nicht nur was mir so vorschwebt...


  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    wanttobehappy

    warriorheart
    so-wie-das-leben-spielt
   
    anibeutel

   
    nini23

   
    daisy7

    - mehr Freunde


Letztes Feedback
   17.02.15 21:45
    Das Gefühl kenne ich ...
   13.04.16 20:54
    Wunderbar geschrieben un
   13.04.16 21:03
    Wunderbar geschrieben un
   8.05.16 00:55
    Tiere werden auch getöte
   8.05.16 00:56
    Die ganzen Krankheiten e
   8.05.16 00:58
    Die ganzen Krankheiten e


http://myblog.de/impressions.of.life

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Meine Krankheit

Hallo Zusammen,

da es mir in letzter Zeit nicht so gut geht, möchte ich einmal von "meiner Krankheit" erzählen.
Ich muss sagen "Krankheit" ist ein sehr großer Begriff. Ich habe durchaus keine schlimme Krankheit, aber eine sehr belastende.

Ich bin Migränepatient seit ich ungefähr 13 Jahre alt bin.

Migräne ist eine sehr starke stechende Form von Kopfschmerzen. Meist tritt der Schmerz unvermittelt auf. Die Migräne wird meist von Übelkeit, Erbrechen, Licht- und  Lärmempfindlichkeit oder Appetitlosigkeit begleitet. Es gibt viele Formen der Migräne. Ein Großteil der Menschen erlebt die Migräne ohne Aura.  Bei einer Aura gehen den Kopfschmerzen Symptome wie Sehstörungen, Kribbelgefühle bis hin zu Lähmungen und Schwindelanfälle voraus.
 Alles begann mit starken stechenden Kopfschmerzen und der Empfehlung des Arztes das ganze neurologisch abklären zu lassen, da es in meiner Familie Fälle von Migräne, aber auch einen Fall von einem Hirntumor gab. Es gab viele Untersuchungen mit Lichteffekten, ein MRT und ein EEG. Heraus kam, dass ich Migräne habe. Dies war natürlich erst einmal eine Erleichterung, allerdings hatte ich mit 13 Jahren noch keinerlei Vorstellungen, was alles auf mich zukommen kann.

So nun hatte ich also die Diagnose Migräne. Also starke Kopfschmerzen. Leider konnte das Schicksal es nicht bei diesem Punkt belassen. Ich habe Migräne mit Aura. Somit gehör ich zu den 10-15% der Migränepatienten, die mit weiteren Symptomen zu kämpfen haben.

Jede Migräneattacke beginnt bei mir mit Flimmern, Bildausfällen und Blitzen. Richtig beschreiben lässt sich das Ganze nicht wirklich, bzw. kann ich das "Gesehene" nicht wirklich beschreiben (abgesehen von den Blitzen und dem Flimmern). Meist fängt es mit einem unguten Gefühl an, bei dem ich bemerk, dass ich einfach nicht richtig sehe. Ich habe das Gefühl Teile des Bildes fehlen, allerdings sind sie bei genauem Hinsehen vorhanden. Die Sehstörungen wechseln bei mir während der Aura. Nach den Bildausfällen, kommt es meist zu einem zackenhaften Flimmern.
Für Personen, die das noch nie erlebt haben ist es vermutlich nur sehr schwer vorstellbar und vor allem auch sehr schwer nachvollziehbar, dass es zu einer starken psychischen Belastung kommt. Meine Sehstörungen enden meistens nach ungefähr einer halben Stunde. Die Sehstörungen sind meistens beschränkt auf eine Seite des Sichtfeldes. Der Kopfschmerz setzt dann meist auf der entgegengesetzten Seite nach den Sehstörungen ein.

Ich hatte nun schon zwei Mal den Fall, dass die Sehstörungen länger als die bekannte halbe Stunde angehalten haben (einmal sogar 4 Stunden). Nach circa einer Stunde fang ich an durchzudrehen und in Panik auszubrechen, da ich das von mir nicht kenne.

Damit aber nicht genug. Ich habe leider seit nun circa 2 Jahren auch noch Kribbelgefühle, bis hin zu kurzzeitigen Lähmungen hinzubekommen.
Es fängt an zu kribbeln und man merkt irgendwas stimmt nicht, es kribbelt im Gesicht, an der Lippe, auf der Zunge. Eine Hand wird taub, ganz langsam von den Fingerspitzen an. Der Albtraum beginnt.
Die Finger fühlen sich an wie eingeschlafen, eiskalt, dick und taub. Nur schwerfällig lassen sie sich bewegen oder abknicken. Ich kann nichts mehr festhalten, denn ich habe kein Gefühl mehr dafür. Die Taubheit krabbelt langsam nach oben Richtung Ellenbogen. Es fängt an zu stechen, wie tausend Nadeln. Langsam lässt die Taubheit wieder nach, genauso wie sie gekommen ist. Meist ist der Spuk nach circa 20 Minuten vorbei, bzw. ging dies bis jetzt zum Glück noch nicht länger, da die Ärzte raten nach 30 Minuten ein Krankenhaus aufzusuchen.

Für mich ist nicht nur der Schmerz schlimm, gerade das Gefühl keine Kontrolle mehr über sich zu haben. Schlecht zu sehen, sich nicht normal bewegen können und gleichzeitig nicht in Panik auszubrechen ist eine enorme Belastung für mich. Früher hatte ich maximal 4 Migräneanfälle im Jahr. Seit nun einem Jahr sind es deutlich mehr geworden. Allein schon dieses Jahr waren es über 10 Anfälle. Leider werden die Anfälle immer stärker. Erst seit einer homöopathischen Behandlung sind zumindest die Taubheitsgefühle besser geworden.



Ich möchte kein Mitleid bekommen. Ich wollte nur einen kleinen Einblick geben, um Leute zu motivieren darüber zu reden. Selbst "harmlos" wirkende Krankheiten können durchaus belastbar sein und müssen nicht kleingeredet werden. Ich weiß, dass Migräne oft als Ausrede verwendet wird und heruntergespielt wird und genau deswegen finde ich es umso wichtiger den Menschen zu zeigen, was wirklich dahinter steckt.

Auf hoffentlich kopfschmerzfreie Tage!
Liebe Grüße
Impressions of life

1.5.16 20:32
 
Letzte Einträge: Abi und was nun?, Wie schön du bist , Wer bin ich?, Mein freiwilliges soziales Jahr, kurz FSJ, Veganismus


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung